Rund um den Neubau des Sitzes der Wiener Wirtschaftskammer kommen immer mehr Details ans Tageslicht, die ein schiefes Licht auf das Projekt werfen. Die UNOS fordern Transparenz.

Die UNOS fordern von WKO-Wien Präsident Walter Ruck Transparenz. „Es ist Zeit, die Karten offen zu legen“, sagt UNOS-Bundessprecher Michael Schuster. „Dieser Immo-Deal wurde mit den Zwangsbeiträgen der Mitglieder finanziert. Die Wirtschaftskammer sollte sich um die Aufklärung der Vorkommnisse bemühen”, so Schuster weiter. Schon vor ein paar Wochen wurde bekannt, dass beim Deal rund um den Neubau des Sitzes der Wirtschaftskammer eine Immobilie der Wirtschaftskammer vermutlich viel zu billig verkauft wurde. „Das Gewerbehaus im dritten Bezirk wurde anscheinend von der WKO-Wien um rund 17 Millionen Euro verkauft. Scheinbar wurde kurz darauf diese Immobilie um rund 31,3 Millionen Euro weiterverkauft. Das war kein guter Deal für die Mitglieder“, so Schuster.

Nun wurden weitere Details bekannt. Wie die Rechercheplattform Addendum berichtet, soll der Immobiliendienstleister ÖRAG die Bewertung des Gewerbehauses von rund 17 Millionen Euro erstellt haben. Kurz darauf soll dieser Dienstleister den Weiterverkauf in der Höhe von rund 31,3 Millionen Euro eingefädelt haben. Addendum berichtet, dass die ÖRAG dabei eine „branchenübliche Maklergebühr” kassiert habe. Es stellt sich die Frage, warum die ÖRAG gleichzeitig die Immobilie bewertet und Käufer für eine andere Partei gesucht hat. „Es ist Zeit für Transparenz”, schließt Schuster.

2019-06-06T15:00:29+00:00