Die UNOS fordern volle Transparenz rund um die Zahlungen in Millionenhöhe an Vereine im WKO-Umfeld. Sollte es keine Aufklärung dieser Vorgänge geben, ist Schenz rücktrittsreif.

UNOS-Bundessprecher Michael Schuster fordert die sofortige Aufklärung der Zahlungen der WKO über ein Vereinskonstrukt: „Die WKO muss sofort für Aufklärung sorgen. In Zeiten der Ibiza-Affäre dürfen solche Konstruktionen nicht verteidigt werden“, so Schuster. Laut Recherchen des Falters sollen die Zahlungen in Millionenhöhe im Rahmen eines Sozialplans geflossen sein. Frühpensionierte WKO-Mitarbeiter_innen seien dabei die Begünstigten gewesen.

Schenz soll diese Zahlungen als „ungewöhnlich, aber völlig sauber“ bezeichnet haben und sich bei einem der zwei Vereine für die Mitarbeit bei den Geldtransfers bedankt haben. „Wir fordern hier volle Transparenz und wollen wissen, bei wem Zahlungen eingegangen sind und warum diese über diese Vereinskonstruktionen geflossen sind. Der Verdacht liegt nahe, dass es in allen Wirtschaftskammern noch mehr Konstrukte dieser Art gibt. Sollte es keine Aufklärung dieser Zahlungen geben, ist der Vize-Präsident der Wirtschaftskammer Richard Schenz rücktrittsreif“, so Schuster.

2019-06-11T18:12:40+00:00